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Wir Menschen sind Kinder des Getreides
Die Anfänge des Getreides liegen etwa im fünften Jahrtausend vor Christus. Als in der jüngeren Steinzeit die Jäger und Sammler sesshaft wurden, begannen sie Ackerbau und Viehzucht zu betreiben. Die Menschen lernten, die Samenkörner wildwachsender Gräser mit Steinen zu zerreiben, mit Wasser zu einem Brei anzurühren und diesen auf den heißen Steinplatten einer Feuerstelle zu trocknen oder zu rösten. Das so entstehende ungesäuerte Fladenbrot wird noch heute in einigen Entwicklungsländern gebacken und warm verzehrt. Es waren sechs Getreidearten, von denen sich die Menschen seit Urzeiten ernährt haben: Hafer, Hirse, Gerste, Reis, Weizen. Später kam dann der Roggen dazu. Die Ent-
Das gesäuerte Brot ist eine ägyptische Erfindung. Ungefähr 2000 Jahre v.Ch. begannen die Ägypter Brot zu backen. Durch Zufall entstand eines Tages der Sauerteig. Ein Stück Teig für die Herstellung von Fladenbrot war liegengeblieben und begann zu gären. Der Teig wurde aber trotzdem verbacken. Dieses Fladenbrot aus "Sauerteig" war nicht verdorben, sondern viel leichter zu kauen und auch bekömmlicher. Durch die Gärung waren Gasbläschen entstanden und hatten das Brot lockerer und schmackhafter gemacht.
Die Juden lernten das gesäuerte Brot während der ägyptischen Gefangenschaft kennen. Sie übernahmen die Backkunst und gaben sie an andere Völker weiter. Die Griechen ver-
Die lange Haltbarkeit des Getreides machte eine gute Vorratshaltung möglich. Lange Zeit diente das Getreidekorn auch als Zahlungsmittel und sogar als Normgewicht. Um 1500 n. Ch. mussten Gastwirte im deutschen Raum Körner als Zahlungsmittel annehmen. Damals entstand der Begriff "Karat" -
Kein Wunder, wenn Brot in der christlichen Tradition als Inbegriff des Lebens gesehen wird. Jesus sagte von sich: "Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nicht dürsten." So wichtig wie tägliches Brot ist Jesu Botschaft der dreifachen Liebe: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allen Kräften und von ganzem Gemüt, und deinen Nächsten wie dich selbst.«
Hans-
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