Kirchspiel Tannroda

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Jahreslosung 2011

Bewegung des Herzens



Von einem alten chinesischen Kaiser wird berichtet, dass er seine Feinde besiegen und sie alle vernichten wollte. Später sah man ihn mit seinen Feinden speisen und scherzen. „Wolltest du nicht die Feinde vernichten?“ fragte man ihn. „Ich habe sie vernichtet“, gab er zur Antwort, „denn ich machte sie zu meinen Freunden!“ So hat es der Kaiser geschafft, das Böse mit Gutem zu überwinden, indem er mit seinen Feinden gegessen hat! Manchmal taucht die Idee auf: Wenn Christen in islamistischen Diktaturen verfolgt werden und ihnen die Religionsausübung schwer gemacht wird, sollte man dann nicht in Deutschland ähnlich mit Muslimen verfahren? Doch diese Denkweise verbietet sich aus der Sicht der Bibel. Sie würde es für Christen im Ausland noch schwerer machen. Dagegen finde ich es wichtig, Toleranz gegenüber den Muslimen zu entwickeln, die sich auf die humanistischen Grundwerte des Koran berufen.
Kürzlich sah ich im Fernsehen eine Dokumentation über die Eroberung Jerusalems durch Sultan Saladin im Jahr 1187. Er verschonte dabei alle Christen gegen die Zahlung eines Lösegeldes. Als dagegen der Christ Richard Löwenherz 1191 Akkon eroberte, ließ er 2700 Muslime grausam niedermetzeln. Friede im Kleinen wie im Großen schafft nur der, der Gutes tut und damit dem Feind "glühende Kohlen aufs Haupt" streut, wie es Paulus mit einem schönen Bild ausmalt. - Ich wünsche Ihnen damit in diesem Jahr sehr gute Erfahrungen.

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